6 Irrtürmer über Immobilien – wir haben die wichtigsten Fakten!

Irrtümer die es beim Immobilienkauf gibt führen leicht dazu, dass Verbraucher Fehler beim Kauf einer Immobilie machen. Wir nennen Euch die 10 „berühmtesten“ Irrtümer der Immobilienbranche und klären sie übersichtlich unten auf!

 

1. Ein niedriges Zinsniveau macht den Kauf einer Immobilie preiswert

Dies stellt nur die halbe Wahrheit dar. Gerade in Niedrigzinsphasen steigen die Marktpreise für Immobilien stark an – zumindest in gefragten Lagen. Denn dank den Niedrigzinsen können sich viele der Verbraucher eine Baufinanzierung leisten und die Nachfrage der Immobilien steigt. Dieser Effekt frisst den Vorteil niedriger Zinsen meistens auf und kann den Kauf eines Eigenheims zu einer teuren Angelegenheit machen. Oftmals kommt es auf längere Sicht sogar zu einer sogenannten „Blasenbildung“ am Immobilienmarkt. Diese Entwicklung führt über kurz oder lang zu einem jähen Absturz der Preise für Häuser und Eigentumswohnungen. Wenn Du Deine Immobilie in Boomzeiten gekauft hast, drohen große Verluste. Hinzu kommt, dass die meisten Immobilienfinanzierungen nur eine Zinsbindungsfrist von ein paar Jahren aufweisen. Nach dieser Frist können die Konditionen angepasst werden, häufig sind die Niedrigzinsen dann Vergangenheit und das Kapital muss teuer finanziert werden.

 

2. Kaufen erweist sich langfristig immer vorteilhafter als Mieten

Diese These ist weit verbreitet, trifft jedoch in den meisten Fällen nicht zu. Die allermeisten Immobilienkäufer benötigen eine Finanzierung, wenden sie in der Regel je nach Höhe des vorhandenen Eigenkapitals deutlich mehr als das auf, was Mieter zahlen. Mit Ihrer Immobilie machen Sie nur dann einen Gewinn, wenn die Preise kräftig steigen. Für hochwertige Häuser und Eigentumswohnungen in den gefragten Stadtteilen von Ballungszentren kann dies durchaus eintreten, in allen anderen, zum Beispiel ländlichen Regionen, ist eher nicht mit einer Wertsteigerung zu rechnen.

 

3. Die Immobilienpreise steigen stetig an

Auch diese These ist nicht richtig. Zum einen sinken die Preise von Wohnung und Häusern in ländlichen Regionen und kleineren Städten seit Jahren. Viele Immobilien sind sogar dort unverkäuflich! Zum anderen solltest Du die stetige Ausweitung der energetischen Bauvorschriften, wie zum Beispiel in Bezug auf die Wärmedämmung, berücksichtigen: Sie machen auch ältere Häuser und Wohnungen in Metropolregionen unattraktiv, sodass Dir im Extremfall nur der Grundstückwert abzüglich der Abrisskosten bleibt.

 

4. Ohne Eigenkapital ist eine Finanzierung der Immobilie nicht möglich.

Einige Banken bieten heute den privaten Kunden ein Immobiliendarlehn an, ohne dass diese dafür ein Eigenkapital vorweisen müssen. Allerdings ist diese Form der Finanzierung sehr riskant! Wer sich für diese Lösung entscheidet, muss sich klarmachen, dass er im schlimmsten Fall das Abenteuer Immobilienkauf mit hohen Schuldenbeträge bezahlt. Dieser Fall tritt ein, wenn Du das Haus oder die Eigentumswohnung kurz nach der Anschaffung wieder verkaufen musst. Selbst wenn Du dabei den ursprünglichen Preis erzielst, bleibest Du auf den Schulden für die Erwerbsnebenkosten sitzen.

 

5. Die Anschaffungskosten für eine Immobilie entspricht dem Kaufpreis 

Leider stimmt diese Aussage auch nicht ganz. Zu dem Preis, den Du als Verkäufer zahlen musst, kommen weitere Kosten hinzu. Insbesondere die Beträge für die notarielle Eigentumsübertragung sowie Grunderwerbssteuer können schnell mehr als zehn Prozent des Kaufpreises enthalten.

 

6. Es ist sinnvoll, alle verfügbaren Rücklagen in die Immobilie zu stecken

Diese Vorgehensweise erscheint als sehr riskant. Sollte ein unvorhergesehenes Ereignis eintreten, wie zum Beispiel eine kostspielige Autoreparatur oder vorübergehende Arbeitslosigkeit, kommst Du schnell in große finanzielle Schwierigkeiten. Deswegen solltest Du stets eine finanzielle Reserve haben, die mindestens drei Monatsraten Deines Kredits entspricht.

 

 

 

Post Author: Julian Lin

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