Sinkende Ökostrom-Umlage: Wie Verbraucher das meiste rausholen können

Im kommenden Jahr wird die EEG-Umlage erstmals seit 2015 sinken. Entlastungen für die Verbraucher sind aber eher kaum zu erwarten. Mit einer Ausnahme.

In diesem Jahr ist die EEG-Umlage auf ein Rekordhoch angestiegen: 6,88 Cent pro kWh. Dass der Trend sich früher oder später umkehren würde, war also abzusehen. Doch mit den 6,792 Cent pro kWh, die die Umlage im Jahre 2018 sinken wird, wird es sich kaum sparen lassen. Selbst ein größerer Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh spart lediglich schmale 5,24 € pro Jahr durch die Senkung der Umlage. Bei einem Single-Haushalt, wie er immer mehr die Regel wird, mit einem Verbrauch von 2.000 kWh, sind es sogar nur 2,09 € Ersparnis.

Die EEG-Umlage macht zusammen mit anderen Steuern, Umlagen und Abgaben ungefähr 55 % des Strompreises aus. Da ist eine minimale Senkung einer einzigen Umlage natürlich nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Als eine generelle Fehlentwicklung wird dies durch den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beurteilt. Außerdem verhindere der teure und immer steigende Strompreis,
dass elektrische Energie im Verkehrs- und Wärmesektor wettbewerbsfähiger wird – so der BDEW. Die dringend notwendige Energiewende für den Klimaschutz würde dadurch ausbleiben.

Darüber hinaus gehen Experten davon aus, dass die EEG-Umlage mittelfristig wieder steigen wird. Bleibt die Frage für die Verbraucher: Was gegen die steigenden Kosten tun?

Eine simple Antwort auf diese Frage gibt es: Den Lieferanten wechseln. Durch einen Lieferantenwechsel sind ganz einfach jährliche Einsparungen von mehreren hundert Euro möglich. Eine ganz andere Qualität also, als durch die marginale Senkung der EEG-Umlage. Gerade dann, wenn man noch Kunde bei der örtlichen Grundversorgung ist, bleibt viel Raum zur Optimierung. Wer sich noch unschlüssig ist wie oder wohin man wechseln sollte, wendet sich am besten so schnell wie möglich an seinen Haushaltsberater.

Post Author: Paul Möller

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